Jugendcamp 2016

Kleine Tipps für den großen Anfang

Nachwuchskicker des dreitägigen Jugendfußballcamps löchern Spieler des SV Waldhof Hanno Balitsch, Morris Nag und Michael Fink mit Fragen

Es wurde gekickt, geübt, gestaunt – und geplaudert. Und das vor allem dann, wenn man die großen Vorbilder vom SV Waldhof auf dem eigenen Platz hat. Zum bereits zehnten Jugendcamp hatte der SV Unter-Flockenbach (SVU) eingeladen. 90 Kinder trainieren seit vergangenen Donnerstag drei Tage lang über den Dächern Gorxheimertals, auf dem Sportplatz des SVU. Neben den Trainingseinheiten, bei denen Spaß nicht zu kurz kommt, gab es am Donnerstag dann einen zusätzlichen Motivationsschub: So standen Michael Fink, spielender Co-Trainer des SV Waldhof, der ehemalige Bundesligaspieler Hanno Balitsch und Morris Nag den Kindern Rede und Antwort.
Auch im Jubiläumsjahr des überregionalen Jugendcamps setzt der SVU auf ein bewährtes Konzept: Es wird altersspezifisch trainiert, sodass sich die Kinder untereinander kennenlernen, erklärt Rana Nag, Manager des SVU. 15 ehrenamtliche Trainer kümmern sich an den drei Tagen um die Nachwuchskicker, unter die sich auch einige Mädchen gemischt hatten. Vormittags heißt es Üben, nachmittags stehen dann kleine Turniere an. Am heutigen Abschlusstag zeigen die Kleinen dann im Turnier gegen ihre Eltern, was sie in den drei Tagen gelernt haben. Und zwischendurch heißt es Fragen stellen und mit den großen Kickern des Regionalligisten plaudern.

Mit Fragen gelöchert

Brav aufgereiht sitzen sie auf dem Rasen, die Nachwuchsspieler, und strecken eifrig ihre Finger in die Höhe, schließlich brennen ihnen viele Fragen unter den Nägeln. So löchern sie ihre Idole mit Fragen nach den höchsten Niederlagen und den größten Erfolgen – was mit Zwischenapplaus honoriert wird. Aber auch ganz Praktisches wollen sie wissen, wie zum Beispiel in welchen Fußballschuhen sie spielen und wann man welche Stollen trägt. Fink, Balitsch und Nag sprechen aber auch darüber, wie wichtig Üben ist. „Regelmäßiges Training ist wichtig, nur so kann man besser werden. Man sollte nicht nur Spaß am Spielen haben, sondern auch versuchen, sein Bestes zu geben“, gab Fink den Kindern mit auf den Weg. Balitsch erinnerte daran, dass man auch außerhalb des Spielfelds den Fußballsport betreiben sollte: „Es ist wichtig, auf dem Schulhof oder an den Nachmittagen zu spielen, denn man lernt am meisten, wenn man Spaß dabei hat.“ Und Nag erinnert daran, trotz Spaß am Sport auch die schulische Ausbildung nicht zu vernachlässigen: „Die Schule ist wichtig.“

Gedanken am Spielfeldrand

Während es für die Jugend wieder auf den Platz geht, erinnern sich Balitsch, Fink und Nag am Spielfeldrand an ihre eigenen Anfänge. So waren sie als Kinder selbst bei vielen Camps wie diesem dabei und freuten sich, wenn sie Autogramme ihrer Vorbilder bekamen. Balitsch erinnert sich noch heute daran, wie er als Kind Unterschriften der Spieler des FC Bayern München, wie Lothar Matthäus, auf einem Trikot sammelte.
Solche Jugendcamps wie das des SVU seien wichtig, um sich daran zu erinnern, wo man herkommt. Der Straßenspielgedanke sei wichtig, sagt Balitsch. Auch Fink ist sich sicher: Solche Begegnungen wecken Motivation und Ansporn in den Nachwuchsspielern. Er selbst könne auf diese Erfahrung als Kind zurückgreifen.
Die Förderung der Jugend fängt in der Heimat an: „Fast alle Spieler erlernen den Sport an ihrem Heimatort. Jugendförderung fängt hier an. Man beginnt immer in kleinen Vereinen. Die Förderung hat sich verbessert. Als ich in Stuttgart gespielt habe, wurden gerade Leistungszentren aufgebaut“, sagt Fink und Balitsch fügt hinzu: „Beim SVU herrscht ein Topniveau. Hier zeigt sich vor allem auch eine soziale Komponente: 15 Trainer arbeiten ehrenamtlich mit den Kindern.“

Autogramme zur Erinnerung

Zum Abschluss dieses Camptags gab es dann noch ein Gruppenfoto mit den Waldhof-Spielern zur Erinnerung und viele Autogramme – nicht nur auf Autogrammkarten der Spieler, sondern auch auf die Trikots und Schuhe des Nachwuches. Und das kam gut an. So freute sich zum Beispiel auch die neunjährige Julia, die in Hohensachsen spielt und schon zum zweiten Mal am Jugendcamp des SVU teilnimmt. „Das Camp macht richtig Spaß“, sagt sie, wedelt mit ihren Autogrammkarten, rückt sich das Trikot zurecht und verschwindet wieder auf dem Platz.

Quelle: WN/OZ vom 02.04.2016

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